Sa 10.10.
19:30
Im Anschluss Eröffnung der Drei-Kanal-Installation Finding Norma im Foyer.
Zu sehen täglich bis zum 31.10. zu den Öfffnungszeiten des Kinos.
Kino
Arsenal
zu dem KalenderEinführung und Gespräch: Lívia Perez
Nach dem Auftakt der diesjährigen feminist elsewheres-Film- und Workshopreihe im Mai geht es weiter mit einem Programm zur Filmemacherin und Theoretikerin Norma Bahia Pontes. Als Teil der brasilianischen „Cinema Novo“-Bewegung drehte Pontes Ende der 60er Jahre antikoloniale Filme in Paris, wo sie bei Jean Rouch studierte. Im New Yorker Exil in den 70er Jahren engagierte sie sich mit ihrer damaligen Partnerin Rita Moreira im feministischen Videoaktivismus.
Die Medienwissenschaftlerin, Kuratorin, Filmemacherin und Künstlerin Lívia Perez führt in das Kurzfilmprogramm am 10.10. ein. Es folgt ein Gespräch mit Perez über ihre künstlerische Forschung rund um das Leben und fragmentarische Archiv von Pontes. Ihre Drei-Kanal-Videoinstallation FINDING NORMA (Lívia Perez, USA 2023) wird bis Ende Oktober im Foyer des Arsenal zu sehen sein. Am 11.10. leitet Perez einen Workshop im feminist elsewheres-Projektraum (12–16 Uhr), der einen Einblick in ihre Praxis gibt, die das Archiv als Ort für Begegnungen über Bilder und Generationen hinweg untersucht.
LES ANTILLAIS (F 1967) entsteht in Paris und folgt fünf antillischen Migranten. Im Mittelpunkt stehen dabei ihr Verständnis von Kolonialismus und Fragen nach der Entstehung eines antikolonialen und nationalen Bewusstseins. CHANTS BRÉSILIENS (F 1967) ist ein Porträt des Musikers Edu Lobo und Brasiliens politisch engagierter Liederbewegung. Der Film verbindet seine Musik mit den politischen und sozialen Realitäten des Landes unter der Militärdiktatur. Mit BAHIA CAMARÁ (BR 1968) wird die Auseinandersetzung mit Formen des Widerstands fortgesetzt. In Bahia gedreht, beschäftigt sich der Film mit afrobrasilianischen Praktiken wie Capoeira, Maculelê und Candomblé und zeichnet dabei Geschichten von Verfolgung, Überleben und Wandel nach. SHE HAS A BEARD (Norma Bahia Pontes, Rita Moreira, USA 1975), aus der Videoreihe Living in New York City, folgt der bärtigen Künstlerin Forest Hope, die Frauen auf der Straße zu weiblicher Gesichtsbehaarung interviewt und damit Standards und Politiken von Schönheit und Weiblichkeit befragt.
Mehr Informationen zum Programm und dem kostenlosen Workshop finden sich hier: www.feminist-elsewheres.de.
Das Programm wird gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds.
Filme:
Les Antillais Norma Bahia Pontes F 1967 16 mm engl. Synchronfassung 16 Min.
Bahia Camará Norma Bahia Pontes Brasilien 1968 DCP OmeU 16 Min.
Chants Brésiliens Norma Bahia Pontes F 1967 DCP OmeU 20 Min.
She has a Beard Norma Bahia Pontes, Rita Moreira USA 1975 Digital file engl. OF 26 Min.
Gefördert durch:

